Partizipation als wesentliches Qualitätskriterium der Gesundheitsförderung

ZithaAktiv – Centre de la Mémoire et de la Mobilité –  a présenté les résultats de sa recherche scientifique à deux conférences cet  automne.
21. Dezember 2017

Partizipation als wesentliches Qualitätskriterium der Gesundheitsförderung

Hands putting puzzle piece together on bright city background with sunlight. Teamwork concept

Unter dem Begriff der Partizipation versteht man, die soziale Teilhabe am öffentlichen Leben. Diese trägt maßgebend zum Therapieerfolg sowie dessen Qualität bei. Im Hinblick auf die Therapie beinhaltet die Partizipation, das aktive Einbringen, Teilhaben sowie Mitentscheiden innerhalb des Therapieverlaufs. Wer partizipiert, fördert sein Selbstbewusstsein, lebt selbstbestimmter, stärkt sein eigenes Vertrauen und profitiert von einer erhöhten Lebensqualität.  Es gibt bereits verschiedene Modelle, die diese positiven Auswirkungen zu belegen versuchen. Zu diesen Konzepten zählen beispielsweise die Salutogenese, die Gesundheitskompetenz sowie die Selbstwirksamkeit. Die Resilienzforschung zeigt bereits in diesem Zusammenhang, dass durch die Partizipation, Kompetenzen erworben werden, die  nachhaltig den Umgang mit schwierigen Situationen verbessern können. Auch die Forschungsergebnisse der partizipativen Entscheidungsfindung zeigen, dass die persönliche Zufriedenheit über die Behandlung, mit der jeweiligen Beteiligung des Patienten innerhalb des Therapieverlaufs  korreliert. Im Allgemeinen führt Partizipation  zu verbessertem Stressmanagement sowie einem bewussteren Gesundheitsverhalten.

Da Wohlbefinden sowie Gesundheit subjektiv definiert werden, müssen sich die Interventionen an den Lebensrealitäten der betroffenen Personen orientieren.  Werden diese innerhalb der Behandlung berücksichtigt,  nimmt die Therapie einen wirksameren sowie nachhaltigeren Einfluss auf das Gesundheitsverhalten des Patienten. Das Ausmaß an Partizipation kann jedoch nicht immer vorab festgelegt werden, da gewisse Gegebenheiten wie beispielsweise ein Krankenhausaufenthalt oder  Erkrankungen, diese mitbestimmen. Inwieweit sich nun der Patient tatsächlich mitgestaltend einbringen kann, hängt ebenfalls mit kulturellen Hintergründen, sozioökonomischen und bindungsbezogenen Aspekten zusammen.

Um schlussfolgernd im Sinne der Partizipation zu handeln und Therapiequalität zu sichern, muss der Therapeut dem Patienten die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung  gewähren, indem er ihn von Beginn an wertschätzend betrachtet und gemeinsam mit diesem, eine grundlegende Vertrauensbasis erarbeitet.