Autonom leben in der Residenz

Physiotherapist working with elderly patient in clinic

Bei den Residenzen handelt es sich um speziell für Senioren konzipierte Wohnungen an 3 verschiedenen Standorten in Luxembourg. Durch die barrierefreie Gestaltung sind diese auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet.

Das besondere Augenmerk dieses Wohnkonzepts liegt darin, den Bewohnern ein selbstständiges, unabhängiges und würdevolles Leben zu ermöglichen, wobei, falls Bedarf besteht, jederzeit Unterstützung durch den ambulanten Pflegedienst „ZithaMobil“ in Anspruch genommen werden kann. Die räumliche Nähe zueinander ermöglicht dabei eine schnelle und diskrete Reaktion auf verschiedene Anfragen der Bewohner.

Neben der gerontologischen Betreuung durch den häuslichen Pflegedienst, kann jeder Bewohner zusätzlich die persönliche Betreuung eines qualifizierten Therapeuten in Anspruch nehmen. Dieses Therapeutenteam besteht unter anderem aus Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Psychologen.

Das Ziel ist es, den Bewohner, durch die multidisziplinäre Zusammenarbeit, in seiner Autonomie und Selbstständigkeit im Alltag weiterhin zu unterstützen und gegebenenfalls Abläufe in Alltagssituationen zu optimieren. Des Weiteren sollen so, sowohl die motorischen, als auch die kognitiven und psychischen Fähigkeiten erhalten und verbessert werden.

Neben dem Erhalt der Unabhängigkeit, spielt die Prävention eine wichtige Rolle. Dafür ist unter anderem die individuelle Betreuung durch einen Physiotherapeuten essentiell. Dadurch, dass die Therapie zuhause bei dem jeweiligen Bewohner stattfindet, hat jeder die Option, einfach und unkompliziert, von diesem Angebot zu profitieren.

Nimmt ein Bewohner die Unterstützung eines Physiotherapeuten in Anspruch, wird zunächst ein Termin zur Erst-Evaluation gemacht. Dabei soll gemeinsam mit dem Patienten die aktuelle persönliche körperliche Situation festgestellt und in Folge dessen, Ziele formuliert werden, wie diese verbessert bzw. optimiert werden kann.

Eine entscheidende Rolle bei der Formulierung dieser Ziele spielt immer die Frage, ob sich der Bewohner/ Patient in Bezug auf verschiedene Aktivitäten des täglichen Lebens (wie z.B. Hygiene, Ernährung, An-und Auskleiden, Toilettengänge, Mobilität) selbst versorgen kann oder nicht. Da die Therapien zuhause stattfinden, kann dann direkt vor Ort an eventuell vorhandenen Defiziten gearbeitet werden. Durch die Therapie sollen sowohl die pulmonale und allgemeine Belastungsfähigkeit, als auch die Muskelkraft erhalten und verbessert werden. Um die Sturzgefahr, vor allem im häuslichen Umfeld, zu reduzieren, zielt die Physiotherapie ebenfalls auf die Förderung der Gleichgewichts-und Koordinationsfähigkeit ab.

Neben der Verbesserung des körperlichen Zustands des Bewohners, wird zusätzlich geschaut, ob es Möglichkeiten gibt, mit Hilfe von Hilfsmitteln (wie z.B. Rollator, Toilettensitz-Erhöhung, Duschstuhl, …) die Lebens-und Wohnsituation zu erleichtern und so oftmals sicherer zu gestalten.

All die beschriebenen Maßnahmen sollen letztendlich dazu dienen, dem Bewohner in der Residenz ein autonomes, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

 

Tim SCHWARZ
Kinésithérapeute ZithaMobil