Das Gehirn lernt nie aus

zithaAktiv

Bestimmte Erkrankungen – wie beispielsweise ein Schlaganfall – können Strukturen des Gehirns nachhaltig verändern, sodass negative Auswirkungen für die betroffenen Personen entstehen können, welche  sich meist in motorischen oder kognitiven Einschränkungen äußern. In einem solchen Fall reagieren Patienten mit Angst, da sie befürchten, dass keine positiven Veränderungen mehr möglich seien. Dieser Grundgedanke kann jedoch nicht bestätigt werden, da das Gehirn die Fähigkeit der Umstrukturierung und der ständigen Adaption besitzt, was man als „Neuroplastizität“ bezeichnet. So konnte beispielsweise bei blinden Menschen nachgewiesen werden, dass sich die Repräsentationsareale der Hände und Finger vergrößerten durch das Erlernen der Blindenschrift. Reorganisation sowie Plastizität sind jedoch nicht immer wünschenswerte Ereignisse, da sie auch negative Folgen haben können. So können sich beispielsweise Drogen oder zwanghafte Gedanken aufgrund der mehrfachen Wiederholungen als Störungen manifestieren.

Da das Gehirn nach einer Schädigung besonders empfindlich auf Veränderungen der Plastizität reagiert, sollte die Neuroreha so früh wie möglich beginnen, um positive Therapieresultate anzustreben. Die Aufklärung der Patienten fungiert in diesem Zusammenhang als ein wichtiges Instrument innerhalb der Therapie, da sie die Möglichkeit einer hoffnungsvollen Zukunft offenbart. Demnach wird das Wissen über die Neuroplastizität als eine Option verstanden, um ein gewisses Maß an Eigenverantwortung für den Genesungsprozess zu übernehmen.

Da das Gehirn nie auslernt und es auf ständigen Veränderungen basiert, kann ein gezieltes Training in jeglichem Alter sinnvoll sein und sowohl positiven Einfluss auf das Denkvermögen als auch auf das Gedächtnis nehmen. Dabei setzt ZithaAktiv einen entscheidenden Maßstab, um die kognitiven Verluste zu minimieren oder Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.

Janssen, C. (2017). Das Gehirn lernt immer. Physiopraxis. Das Fachmagazin für Physiotherapie. 15(2017), S. 47-49.