Die kognitive Reserve

ZithaAktiv

Conceptual illustration of neuron cells with glowing link knots. Synapse and Neuron cells sending electrical chemical signals. Neuron of Interconnected neurons with electrical pulses. 3D rendering

Es gibt individuelle Unterschiede hinsichtlich der Anfälligkeit bei Hirnveränderungen aufgrund einer Alzheimererkrankung. Studien zeigen, dass einige Menschen eine höhere Toleranzschwelle bezüglich dieser Veränderungen aufweisen. Diese Toleranzschwelle wird als kognitive Reserve bezeichnet. Obschon Veränderungen im Gehirn nachweisbar sind, die auf eine Alzheimer-Krankheit schließen lassen, haben diese Veränderungen bei einer hohen kognitiven Reserve keine Wirkung auf die Denkfähigkeit und das Handeln der betroffenen Personen. Es zeigen sich in diesen Fällen somit keine klinischen Symptome der Alzheimer-Krankheit.

Studien haben gezeigt, dass bei 25% aller älteren Personen, deren kognitive Leistungsfähigkeit in psychologischen Tests unauffällig ist, im Gehirn Anzeichen einer Alzheimerkrankeit nachweisbar sind.

Es stellt sich die Frage, wie die kognitive Reserve erhöht werden kann. Das genaue « Rezept » für die Schaffung der Reserve ist leider noch nicht bekannt. Epidemiologische Studien zeigen, dass verschiedene kognitive Aktivitäten (z. Bsp. Berufsausbildung oder Freizeitaktivitäten) die kognitive Reserve erhöhen können. Auch aerobes Training kann zu einer Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit führen.

Eine allgemeine Empfehlung wäre die Aufrechterhaltung von geistig anregenden Aktivitäten während des gesamten Lebens.

Literatur :

 

Stern, Y. (2012). Cognitive reserve in ageing and Alzheimer’s disease. The Lancet Neurology, 11(11), 1006-1012.