Was ist ein Mild Cognitive Impairment (MCI)?

ZithaAktiv

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Neurodegenerativ bedingte Demenzerkrankungen  (v.a. die Alzheimer-Krankheit) sind notwendigerweise mit einer Übergangsphase zwischen einem normalen Alterungsprozess und einer Demenz entsprechenden  kognitiven Beeinträchtigungen verbunden. Diese Übergangsphase wird als leichte kognitive Störung, bzw. Mild Cognitive Impairment (MCI)  bezeichnet.

Merkmale eines MCI  sind :

  • Objektiv beobachtete Gedächntisdefizite
  • Keine Auswirkungen auf das tägliche Leben
  • Subjektiv und vom Umfeld beobachtete Beeinträchtigungen der Gedächtnisleistung
  • Weitere kognitive Beeinträchtigungen können vorliegen

Von Experten wird jedoch zum Teil Kritik am MCI-Konzept ausgeübt. Zum Einen erweist es sich manchmal als schwierig einen MCI von einem normalen Alterungsprozess abzugrenzen. Zum Anderen kann nicht davon ausgegangen werden,  dass alle Personen, bei denen ein MCI festgestellt wurde, eine dementielle Erkrankung entwickeln.

Unangeachtet dessen, ist das MCI- Konzept sehr wichtig im Rahmen der Demenzdiagnostik, da es erlaubt, mögliche dementielle Erkrankungen vorzeitig zu erkennen und präventiv handeln zu können.  Wird bei einer Person ein MCI festgestellt, können behandelbare Ursachen fokussiert, bzw. stabilisierende Maßnahmen eingeleitet  werden (s. auch den Artikel « ZithaAktiv als Partner in der Demenzprävention » im  vorliegenden Newsletter)

 

Literatur : Jahn T. & Werheid K. (2015). Demenzen. Göttingen : Hogrefe