Muskelkraft im Rentenalter

Beautiful fit senior couple in gym working out, doing push ups.

Der Alternsprozess bringt viele körperliche Veränderungen mit sich, einschließlich des Verlustes von Muskelmasse und einer Verringerung der Muskelkraft. Ein hoher Verlust an Muskelkraft steht in Zusammenhang mit körperlichen Einschränkungen, Erkrankungen (zum Beispiel Herz-Kreislauferkrankungen) als auch Sterblichkeit. Daher ist es wichtig, die Muskelkraft solange wie möglich zu erhalten. Körperliche Aktivität und Sport spielen hier eine bedeutende Rolle.

 

Der Eintritt in den Ruhestand kann einen Einfluss darauf haben, wieviel körperliche Aktivität jemand tätigt. Dieser Faktor ist besonders interessant unter der Berücksichtigung, dass zurzeit in vielen Ländern die Erhöhung des Renteneintrittsalters in Erwägung gezogen wird. Die Pensionierung kann sowohl zu einer Zu- als auch einer Abnahme an körperlicher Aktivität führen. Hierbei gibt es Unterschiede zwischen Angestellten und Arbeitern. Bei Angestellten wurde nach dem Renteneintritt eine Zunahme körperlicher Aktivität beobachtet, bei Arbeitern hingegen eine Abnahme.

 

Angestellte (sowohl Männer als auch Frauen) üben im Ruhestand mehr Sport aus und bewegen sich mehr als vorher, wodurch sie ihre Muskelkraft steigern. Somit zeigte sich bei Angestellten nach dem Renteneintritt eine kurzfristige Zunahme an Muskelmasse.

 

Arbeiter (nur die Männer) jedoch, sind nach dem Renteneintritt körperlich weniger aktiv und haben einen ungesünderen Lebensstil als zu der Zeit, in der sie berufstätig waren. Dadurch konnte bei pensionierten Arbeitern eine Gewichtszunahme und eine Verringerung der Muskelkraft beobachtet werden.

 

Somit ist es wichtig beim Übergang in die Rente darauf zu achten, die gewonnene Zeit gezielt für Sport und Bewegung zu nutzen.

 

Quelle: Bertoni M., Maggi S. & Weber G. (2017). Health Economics, 27, 115-128. doi:10.1002/hec.3517.