Sturzprävention und Reduzierung der Krankenhauseinweisungen

Asian senior woman falling down on lying floor at home after Stumbled at the doorstep and Crying in pain and her husband came to help support. Concept of old elderly insurance and health care

Um den Messungen der funktionellen Unabhängigkeit und Lebensqualität von älteren Erwachsenen eine klare Übersicht zu geben, wurde „die erste globale Leitlinie zur Sturzprävention und -behandlung“ von der DGG veröffentlicht. Es wurden die Vielzahl an Krankenhauseinweisungen untersucht welche Folge eines Sturzes waren, so wie auch die Vorerkrankungen. Dr. Clemens Becker und einem großen Team ist es möglich gewesen, dies zu analysieren und ein Konzept für die Prävention, Diagnose so wie Therapie von Stürzen zu erläutern. Ziel davon war es, die Krankenhauseinweisungen welche auf Stürze basieren in Zukunft so gering wie möglich zu halten.  Die Einbindung älterer Erwachsener ist unerlässlich, um Stürzen und Verletzungen vorzubeugen. Das Verständnis der Problematik und ihrer Überzeugungen, individuellen Einstellungen und Prioritäten im Leben sind entscheidend für ein erfolgreiches Eingreifen. Das Verständnis, welche Interventionen einen Sturz vermeiden, ist daher oberste Priorität.

 

Den medizinischen Fachkräften wurden auf Basis des „World Falls Guidelines“ Möglichkeiten geboten, in Zukunft auf evidenzbasierten Empfehlungen zur Prävention von Stürzen zu reagieren und ein Behandlungskonzept für ihre Patienten auszuarbeiten.

 

Eine regelmäßige Gang- und Gleichgewichtsanalyse wird als Risikoassessment nötig sein um den Patienten individuell gut einschätzen und somit ein Sturzrisiko klassifizieren zu können.

Regelmäßig bedeutet, dass alle drei bis sechs Monate eine solche Konsultation mit einem dafür medizinisch geschultem Fachpersonal stattfinden sollte.

 

Die Bewältigung vieler Risikofaktoren für Stürze (Ganganalyse und Gleichgewichtsprobleme) hat weitreichendere Vorteile als die Sturzprävention; wie verbesserte intrinsische Fähigkeiten (körperliche und geistige Gesundheit), Funktion und Lebensqualität.

 

Um das Risiko von künftigen Stürzen zu minimieren sind schon ganz einfache Rehabilitationsmaßnahmen zur Prävention möglich. Dafür sind nicht sehr viele Ressourcen notwendig. Mit der Unterstützung von einem hierfür geschulten Fachpersonal wird die Möglichkeit geboten, ein individuelles Behandlungsprogramm zur Reduzierung von Stürzen anzunehmen.

Bei ZithaAktiv besteht die Möglichkeit, den Gesundheitsstatus zu überprüfen. Man kann von den therapeutischen Kenntnissen in Gruppen- oder auch in Einzelsitzungen unterstützt werden.

Die Gruppentherapien beinhalten Gleichgewichts- und Koordinationstraining so wie auch viele Dualtaskübungen. Dualtask bedeutet, dass wir während einer Bewegungsausführung noch mit anderen Tätigkeiten konfrontiert werden sodass das Gehirn mehreren Reizen ausgesetzt wird und der Trainingseffekt ein Größerer ist. Um die geistige Gesundheit zu fördern bietet sich die Möglichkeit an einem individuellen Programm oder auch in Kleingruppen etwas zu tun.

Falls man doch lieber erst einmal schnuppern möchte und sich in den eigenen vier Wänden am Wohlsten fühlt, gibt es auch hierfür eine therapeutische Unterstützung.

 

Nadine MIROW

Kinésithérapeute

Coordinatrice ZithaAktiv